Medical magazine article on Leeches!

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Leeches have about 20 different Proteins in their saliva, which can help if you have thrombosis and other diseases - its 3000 year old blood thinner.  

Greifswald – Wissenschaftliche Belege für eine mögliche Wirksamkeit der Blutegel­therapie haben Wissenschaftler um Jan-Peter Hildebrandt vom Zoologischen Institut der Universität Greifswald gefunden. Im Wissenschaftsmagazin PLoS ONE berichten sie über die Quantifizierung von biologisch aktiven Speicheldrüseninhaltsstoffen. Dabei konnten sie zwanzig Speichelproteine in einer Konzentration nachweisen, die physiologische Prozesse im menschlichen Körper beeinflussen können. Bereits im alten Ägypten wurde der medizinische Blutegel eingesetzt. Der Ektoparasit saugt sich an einem warmblütigen Wirt fest, schneidet eine Wunde in die Haut und saugt Blut. Dabei gibt er die Inhaltsstoffe seiner Speicheldrüsenzellen in die Wunde ab. Diesem Vorgang wird beim Menschen therapeutische Bedeutung zugemessen. Anzeige Heute wird die Blutegeltherapie von Ärzten und Heilpraktikern bei verschiedensten Befindlichkeitsstörungen, bei Thrombosen zur Vermeidung der Bildung oder gar zur Auflösung von Blutgerinnseln, bei Erkrankungen des entzündlich-rheumatischen Formenkreises zur Entzündungshemmung und zur Schmerzstillung sowie postoperativ nach Replantation abgetrennter Haut- und Körperteile zur Verbesserung der venösen Zirkulation eingesetzt. Der Blutegel injiziert während des Saugaktes zahlreiche Speicheldrüsenproteine in die Wunde des Wirts. Möglicherweise sind einige Proteine für positive Effekte verantwortlich. Die meisten der Proteine sind laut den Wissenschaftlern bisher unbekannt, nur von wenigen kennt man mögliche Wirkungen im Patienten. Bekannt ist aber der Thrombin-Inhibitor Hirudin, der bereits in der Medizin als Antikoagulans eingesetzt wird. Die Greifswalder Zoologen wollten mit ihrer Untersuchung die Frage beantworten: Werden während einer Blutegeltherapie mit einem oder mehreren Tieren überhaupt genügend große Mengen an Wirkstoffen aus dem Blutegel- Speichel auf den Patienten übertragen, um physiologische Effekte auszulösen? Sie mussten dazu herausfinden, wie viel Speicheldrüsensubstanz ein Blutegel speichern kann und während des Saugaktes überträgt. Dazu wurde zunächst die Struktur des Speicheldrüsengewebes des Tieres mikroskopisch untersucht und ein 3D- Modell von Teilen des Egelgewebes entwickelt. Letztlich wiesen die Forscher nach, dass die Vorratsbehälter der Speicheldrüsenzellen des Egels während eines Saugaktes vollständig entleert und 1,2 mg Protein in die Wunde injiziert werden. Wenn große Anteile der injizierten Speichelproteine sich im Kreislaufsystem des Patienten verteilen, gelangen mehr als zwanzig verschiedene Speichelproteine mit Konzentrationen zwischen 3 und 236 pmol/l in den Körper. „Im Vergleich mit Hirudin, das eine deutlich hemmende Wirkung auf den Blutge­rinnungsfaktor Thrombin bereits bei einer Konzentration von 1 pmol/l ausübt, kann aus diesen Daten geschlossen werden, dass es mindestens 20 weitere Inhaltsstoffe des Blutegelspeichels gibt, die beim Saugakt in möglicherweise wirksamen Konzentrationen auf den Menschen übertragen werden“, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

© hil/aerzteblatt.de

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